Was bleibt, wenn KI mitdenkt?
Wie verändert sich Lerngestaltung, wenn KI immer selbstverständlicher Teil unserer Arbeit wird? In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Dan Verständig über KI, Critical Computational Literacy und die Frage, was eigentlich passiert, wenn wir Denken, Ideenfindung und Gestaltung zunehmend an technologische Systeme abgeben.
Wir schauen dabei weniger auf Chancen und Risiken von KI und mehr auf unsere eigene Rolle: Warum lohnt es sich, nicht mit KI, sondern mit der eigenen Beobachtung, Irritation oder Absicht zu beginnen? Was geht verloren, wenn wir zu schnell nach Lösungen fragen? Und wie können wir KI so nutzen, dass sie nicht das Denken ersetzt, sondern Widersprüche sichtbar macht, Gegenpositionen eröffnet und Gestaltung ermöglicht?
Takeaways:
• KI zieht Ideen häufig in Richtung des Wahrscheinlichen und bereits Bekannten
• Kreative Prozesse brauchen Reibung, Auswahl und Umwege, nicht nur schnelle Ergebnisse
• Entscheidend ist nicht nur, welche Aufgaben KI übernehmen kann, sondern welche Funktion diese Aufgaben im Lernprozess haben
• Nicht jede Anstrengung sollte automatisiert werden, auch im Durcharbeiten und Scheitern steckt Lernleistung
• Die eigene Handschrift entsteht durch Absicht, Auswahl, Entscheidungen und Verantwortung
• Werte und gesellschaftliche Vorstellungen sind auch in Technologien und Daten eingeschrieben
• Kritischer Umgang mit KI bedeutet nicht, alle Technik verstehen oder programmieren zu müssen
• Fehler, Brüche und Widersprüche können wichtige Ausgangspunkte für Lernen und Reflexion sein
• Technologie sollte Gestaltung ermöglichen und entlasten, nicht zusätzliche Verantwortung und Druck erzeugen
• Die zentrale Frage ist vielleicht nicht: „Was bleibt für mich übrig?“, sondern: „Was möchte ich selbst gestalten und was gebe ich bewusst ab?“
Kreativität kaputt
In dieser Folge frage ich: Wer hat uns eigentlich den Zugang zu unserer Kreativität versaut? Denn vielleicht ist Kreativität gar nicht verschwunden. Vielleicht wurde sie nur irgendwann bewertet, kontrolliert, verwertbar gemacht – in der Schule, im Arbeitsleben, in Innovationsworkshops, in Ergebnisformaten. Und irgendwann fühlt sie sich nicht mehr wie eine Möglichkeit an, sondern wie eine zusätzliche Leistung.
Ich spreche über Kreativitätsmythen, über den Druck, originell sein zu müssen, über „mehr Wow“-Effekt und darüber, warum Kreativität manchmal gerade im Weniger liegt.
Vielleicht bist du nicht unkreativ.
Vielleicht sind gerade einfach die Bedingungen nicht besonders hilfreich.
In dieser Folge geht es um Kreativität als Wahrnehmung, als Genauigkeit, als Kontakt mit Fragen, Spannungen und Möglichkeiten und um Räume, in denen Gestaltungskraft wieder zugänglich werden kann.
Tanz und Lernen
Wie verändert sich Lernen, wenn wir den Körper wieder mehr einbeziehen? In dieser Folge sprechen wir mit Judith Hummel über die Verbindung von Lernen, Bewegung und Tanz. Judith arbeitet an der Schnittstelle von Tanz, Performance und Bildung und zeigt, wie körperliche Erfahrung Lernprozesse vertiefen kann.
Wir tauchen ein in Fragen von Aufmerksamkeit, Erinnerung und Beziehung: Warum entsteht Konzentration nicht durch Druck, sondern durch Raum? Was passiert, wenn wir im Gehen denken oder im Rückwärtsgehen erinnern? Und wie können Lernräume entstehen, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern Verbindung ermöglichen – zu sich selbst und zu anderen?
Takeaways:
• Aufmerksamkeit ist kein Mangel, sondern eine Frage von Raum und Einladung
• Bewegung kann Denken unterstützen und Lernprozesse vertiefen
• Gehen, Wahrnehmen und Körperarbeit öffnen neue Zugänge zu Reflexion
• Lernen braucht Balance zwischen Aktivität und bewusster Pause
• Körperliche Erfahrung kann Verbindung und Resonanz im Lernen stärken
• Einfache Methoden wie Gehen oder Beobachten können große Wirkung entfalten
• Perspektivwechsel entstehen auch durch körperliche Erfahrung
• Wärme, Offenheit und Struktur sind zentrale Bedingungen für Lernräume
• Partizipation beginnt dort, wo Menschen sich wirklich einbringen können
• Mut zum Ausprobieren ist wichtiger als perfekte Methoden
Alte Muster, neue Ideen?
Manchmal geht es im Lernen nicht darum, Neues dazuzulernen – sondern Altes loszulassen. In dieser Folge spreche ich über Leistungsdenken, Kontrolle und die Idee von „Objektivität“ – und was passiert, wenn ich sie Stück für Stück verlerne. Ein ehrlicher Einblick in mein eigenes Lernen.
Spielend kreativ
In dieser Folge erklärt Jördis, wie spielerische Elemente und Gamification Kreativprozesse fördern können: Spiele setzen Dopamin frei, was Offenheit für neue Ideen schafft, und bieten durch klare Regeln, Fehlerkultur und Interaktion einen Rahmen, der Motivation und unkonventionelle Lösungen begünstigt. Acht praktische Hacks – wie Zeitlimits, Ideen-Challenges oder Zufallselemente – zeigen, wie man diese Prinzipien gezielt für Lern- und Kreativprozesse nutzen kann, um Leichtigkeit, Flow und Gemeinschaft zu stärken.
Spekulatives Design in der Bildung
Wie sieht Bildung aus, wenn wir sie radikal neu denken? In dieser Folge tauchen wir ein in die Welt des spekulativen Designs – gemeinsam mit Katrina Günther aka Kitty von futuresprobes. Kitty zeigt uns, wie Design als Werkzeug dienen kann, um Fragen über mögliche Zukünfte zu stellen – provokant, kreativ und herausfordernd.
Takeaways:
• Spekulatives Design ist ein Diskussionswerkzeug.
• Es geht darum, Fragen zu stellen und Diskussionen anzuregen.
• Zukunftsszenarien helfen, komplexe Themen greifbar zu machen.
• Kreativität und interdisziplinäres Arbeiten sind entscheidend.
• Methoden des spekulativen Designs können in der Bildung angewendet werden.
• Storytelling ist ein wichtiger Bestandteil des spekulativen Designs.
• Visualisierung hilft, abstrakte Konzepte zu konkretisieren.
• Die Diskussion ist ein zentrales Ergebnis des spekulativen Designs.
• Design sollte als Werkzeug zur kritischen Auseinandersetzung gesehen werden.
• Es gibt viele Möglichkeiten, wie Bildung und Design voneinander profitieren können.
Kreativität als Einladung
In dieser Folge von ‚Sorry, nicht kreativ‘ erklärt Jördis Dörner, warum kreatives Denken mehr ist als Kunst und warum es in der heutigen Zeit eine essentielle Fähigkeit ist. Erfahre, wie du Kreativität lernen und im Arbeitsalltag gezielt fördern kannst.
Fragen stellen
Entdecke die Kraft der Neugier und wie das Stellen von Fragen deine Kreativität fördern kann. Jördis Dörner zeigt dir in dieser Folge, wie du durch gezielte Fragen neue Ideen entwickeln kannst. Erfahre, wie Neugier nicht nur klüger, sondern auch glücklicher macht, und lass dich inspirieren, deine kindliche Neugier wieder zu entdecken.
Kreativität durch Minimalismus
Wie kannst du Kreativität fördern, ohne aufwändige Methoden oder stundenlange Meetings? In dieser Folge von „Sorry, nicht kreativ“ zeigt dir Jördis Dörner, wie minimalistische Prinzipien helfen können, mehr Raum für Ideen zu schaffen – und das mit minimalem Aufwand.
Du bekommst:
✅ Eine neue Perspektive auf Kreativität & Minimalismus
✅ Einen direkt umsetzbaren Mini-Workshop in 4 Phasen
✅ Tipps für kreative Teamarbeit mit wenig Aufwand
✅ Impulse für eine Haltung, die Kreativität wirklich möglich macht
KI als Kreativ-Booster?
Kann KI beim kreativen Denken helfen? In dieser Folge von „Sorry, nicht kreativ“ teste ich, wie ChatGPT mich bei der Entwicklung von Lernangeboten rund um KI unterstützt. Von kreativen Ideen bis hin zu spielerischen Interventionen – was dabei herauskommt, erfahrt ihr hier. Wie nutzt ihr KI kreativ? Schreibt es in die Kommentare!
